Mit Meditation die Krise meistern

Frau Yoga in der Natur

Wir erleben gerade weltweit eine große Krise. Jeder ist betroffen und unser Alltag steht auf einmal Kopf. Wir alle machen neue und ungewohnte Erfahrungen. Es ist spürbar, dass diese große Welle der Veränderung auch viel Unsicherheit und Sorge mit sich bringt. Vermutlich wird das auch noch Wochen und Monate so bleiben, denn die Dauer und Folgen der Krise sind nicht absehbar. Es hilft uns nicht, gedanklich vorauszueilen. Nur wenn wir im Hier und Jetzt bleiben, haben wir die Kraft, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen.

Meditation ist ein Weg, um genau das zu tun: still werden und sich ganz und gar auf die Wirklichkeit der Gegenwart einlassen. Jack Kornfield, ein berühmter amerikanischer Meditationslehrer sagt:

„Die Mediation lehrt uns, wie wir inmitten des Wandels in unserer Mitte bleiben können.“

Jetzt wo wir den Wandel so deutlich spüren, kann uns die Meditation dabei helfen, gelassener zu bleiben. Wenn wir uns in Mediation üben, geht es auch darum, eine Beziehung herzustellen und zwar zu uns selbst.

„Einfach da sein, mit allem was ist und was zu mir gehört.“

Diesen Satz sagt meine Meditationslehrerin immer zu Beginn einer gemeinsamen Meditationssitzung. Es geht also auch darum, wahrzunehmen: „wie fühle ich mich eigentlich?“ Und das ist sehr wichtig, denn alle Gefühle haben ihre Berechtigung und wollen wahrgenommen werden. Wenn wir negative Gefühle auf Dauer verdrängen, geht es uns nicht gut. In der Stille nehmen wir „mit allem was ist“ Kontakt auf und das, ohne uns dabei zu bewerten.

Die Aufmerksamkeit von der Außenwelt abziehen und ganz bei uns selbst zu sein, ist eine sehr stärkende Übung! Wenn Dich das Thema Mediation interessiert und Du bisher keine Erfahrung damit hast, dann empfehle ich Dir, eine geführte Mediation bei Youtube herauszusuchen und das Meditieren einfach mal auszuprobieren. Oder Du suchst Dir einen ruhigen, behaglichen Ort und setzt Dich ganz ohne eine Anleitung bequem und aufrecht hin. Du streckst Deine Wirbelsäule, schließt die Augen und nimmst ein paar tiefe Atemzüge.

Wenn Du Dich dann auf Deinen Atem konzentrierst, ihn beobachtest und die Gedanken, die aufkommen, wahrnimmst und immer wieder weiterschickst, bist Du automatisch ganz bei Dir. Wenn Du gedanklich abschweifst, sei milde mit Dir und konzentriere Dich einfach immer wieder auf Deine Atmung. Du wirst sehen, dass sich durch diese Übung Deine Gedanken und Emotionen mit der Zeit beruhigen. Ich vergleiche das gerne mit einem Schüttelglas, bei dem sich die umher wirbelnden Flocken langsam legen.

In der Meditation lernen wir, in der Gegenwart zu sein und uns für den Moment und alles was da ist zu öffnen. Je öfter wir meditieren, um so einfacher und stärkender ist das. Die buddhistische Tradition lehrt uns, dass wir anerkennen müssen, dass die Dinge unbeständig sind und dass festhalten und anhaften Leid verursacht. Diese „Unsicherheitsweisheit“ kann uns auch in diesen Tagen helfen und uns daran erinnern, dass Veränderung Teil unseres Lebens ist. Und vielleicht ist die momentane Krise auch ein guter Moment, um neue Gewohnheiten in unseren Alltag einzubauen, die uns stärken und gelassener machen?

Wenn Dich das Thema Mediation interessiert und Du darüber sprechen willst, wie Du Dein Wohlbefinden stärken kannst, buche ein Wohlbefinden-Coaching mit mir.